Ausbildungsberuf Konditor – die Tätowierer der Backwaren

Ausbildungsberuf Konditor – die Tätowierer der Backwaren

Letzte Woche haben wir uns mit unserer Auszubildenden Laura Wilhelmy über Ihre Ausbildung und die Arbeit bei Mauel 1883 unterhalten. Laura ist 21 Jahre alt und im 3. Ausbildungsjahr zur Konditorin. Sie hat uns netterweise ein paar Einblicke in die „süße Welt“ von Mauel 1883 gegeben.

Was hat dich an einer Ausbildung bei Mauel 1883 gereizt?
Mauel 1883 war schon immer die Bäckerei, in der die ganze Familie eingekauft hat. Außerdem bin ich nicht die einzige in meiner Familie die zur „Mauel-Familie“ gehört. Meine Schwester ist Auszubildende zur Fachverkäuferin (Bäckerei) in einer unserer Franchise-Filialen in Meckenheim und meiner Mutter gehört als Franchisenehmerin eine Filiale in Rheinbach.
„Mauel“ ist einfach ein Begriff, der gute Qualität bedeutet.

Warum hast du dich für den Beruf der Konditorin entschieden?
Mein Opa war Konditormeister. Zwar bin ich leider nicht mehr in den Genuss gekommen mit ihm zu arbeiten, aber er hat mir die Gene wohl weitergegeben. Letztendlich war es eine spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus. Ich habe schon immer viel und gerne gebacken und so mein Hobby zum Beruf gemacht.

Was sind deine typischen Aufgaben als Azubi bei Mauel?
Tatsächlich gibt es keine „typischen“ Azubi-Aufgaben. Alle in der Backstube helfen mit. Auch bei den „unbeliebten“ Aufgaben packen alle im Team mit an.
Ich darf als Azubi also auch bei der Herstellung von Blechkuchen, Sahnetorten und Cremetorten helfen. Was super ist, wenn Zeit ist, darf man sich auch „austoben“ oder nach Feierabend ein bisschen üben, testen oder neue Dinge ausprobieren. Auch besondere Verzierungen für Motivtorten dürfen ausprobiert werden. Wenn diese dann besonders gut gelungen sind und man es sich zutraut, darf man an der Torte arbeiten.

Man lernt bei Mauel in der Konditorei tatsächlich in allen Bereichen.

Es gibt auch Bestellungen von Familie und Freunden, die darauf bestehen, dass ich die Verzierung und Gestaltung der Torten übernehme und das darf ich dann natürlich auch.

Was mir noch einfällt: eine typische Azubi-Aufgabe, die ich echt gerne übernehme, gibt es doch. Teilchenfüllen für Puddingbrezeln beispielsweise. Mein Maximum waren 100 Liter Pudding für Brezeln verarbeiten [sie rechnet kurz] – 1.700 Stück. Mehr Pudding war nicht da und da war ich gegen Ende auch sehr froh drüber.

Wie sind deine Arbeitszeiten und wie kommst du mit ihnen klar?
Die Arbeitszeiten sind mit die besten in unserer Branche. Im Normalfall von 6:00 Uhr bis ca. 14:30 Uhr, demnächst sogar ab 7:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr. Am Wochenende gibt es dann Schichten. Freitagabends von 20:00 Uhr bis ca. 01:00 Uhr, Samstag von 05:00 Uhr bis ca. 11:00 Uhr und von 21:00 Uhr bis ca. 01:00 Uhr. Natürlich hat man für den Wochenenddienst einen Wochentag frei. Die Arbeitszeiten sind also wirklich überhaupt nicht dramatisch.

Einmal musste ich samstags sogar bis 5:00 Uhr morgens arbeiten, das war sehr anstrengend aber eine absolute Ausnahme. Sonst geht die Arbeitszeit aber klar.

Welche drei Wörter fallen dir spontan zu deiner Arbeit bei Mauel ein?
Kuchen ^^
Bewegung (das Fitnessstudio kann man sich sparen)
Langweilig wird es nie

Was ist deine absolute Lieblingsaufgabe?
Modellieren (mache ich nicht oft, aber super gerne)
Zum Beispiel Marzipanfiguren oder Dekorstücke für Torten

Welche Eindrücke der ersten Monate sind dir am meisten in Erinnerung geblieben? Oder gibt es eine Situation, die du nie vergessen wirst?
Außerdem durfte ich in meiner ersten Woche hier meine eigene Geburtstagstorte machen.

Wo siehst du dich in der Zukunft? Hast du schon Pläne, wo es nach der Ausbildung für dich hingeht?
Ein Traum ist es, irgendwann mal auf einem Kreuzfahrtschiff als Konditorin zu arbeiten. So für 6 Monate bis 1 Jahr. Eventuell in Verbindung mit einem Meister. Aber da gibt es noch keinen konkreten Plan.

Ist der Beruf so, wie du ihn dir vorgestellt hast?
Schwer zu sagen, ich hatte keine großen Vorstellungen. Man merkt in so einem großen Unternehmen aber den Unterschied zu kleinen Betrieben oder Cafés.
Ich habe mal ein Praktikum über Erasmus Plus in Dänemark absolviert. Vier Tage in einem kleinen süßen Café. Das war auch schön und etwas ganz anderes als bei Mauel. Zum einen liegt der Unterschied natürlich ganz klar in den Mengen. In einem Café liegt der Schwerpunkt viel mehr auf dem Kleinkram der filigran ausgearbeitet wird. Dort gibt es viel mehr unterschiedliche Arbeiten an einem Tag.
Bei Mauel starten wir jeden Tag mit den Blechkuchen und dann variiert die Arbeit je nach Auftragslage. Man hat aber viel öfter große oder besondere Bestellungen und kann ganz anders arbeiten.

Ich freue mich aber auch schon auf nächstes Jahr. Dann mache ich noch mal ein Praktikum in diesem Café in Dänemark und verbinde es mit einem Urlaub.

Hast du zum Abschluss noch ein paar Infos zur Berufsschule?
Die Berufsschule finde einmal in der Woche statt. Jeden Mittwoch.
Einmal im Monat haben wir zusätzlich Praxisunterricht. Meiner Meinung nach muss man kein Streber sein, um in der Berufsschule mit dem Stoff klar zu kommen.

DANKE LAURA, FÜR DAS NETTE INTERVIEW

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